Karriere nach erfolgreicher Fortbildung starten

Gratulation! Jetzt geht es los mit der Karriere - aber wie?

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Sie haben es geschafft! Stolz können Sie Ihrem Arbeitgeber Ihr IHK-Zertifikat überreichen. Wie können Sie Ihre Karriere jetzt starten?

Tarifvertrag regelt Eingruppierung
Viele Unternehmen bezahlen nach einem bestimmten Tarifvertrag. Da sehen Sie, welche Voraussetzungen Sie für eine Höhergruppierung erfüllen müssen. Generell empfiehlt es sich, schon während der Fortbildung das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen und um mehr Verantwortung oder neue Projekte zu bitten. Erst wenn Sie sich im Job bewährt haben und das Abschlusszeugnis vorliegt, sprechen Sie die Gehaltsfrage an. Es gibt aber keinen Automatismus für mehr Gehalt!

Früh Personalverantwortung übernehmen
Ein angehender Meister fragte mich im IFM-Lehrgang, ob er seiner Firma treu bleiben solle. Die würde ihm die Leitung des Schichtdienstes anbieten. Er wäre dann für über dreißig Mitarbeiter verantwortlich. Ihm liege aber auch ein Angebot eines großen Konzerns für eine Stelle ohne Personalverantwortung vor, der zahle besser. Mein Appell: Karriere ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Langfristig sieht Personalverantwortung im Lebenslauf besser aus! Personaler schätzen es, wenn der Kandidat sich bereits beim alten Arbeitgeber „erste Sporen verdient hat“. Ein neues Team zu übernehmen, ist immer herausfordernd, da würde sich ein Greenhorn schwer tun. Kurzfristig mag der Konzern finanziell attraktiver sein. Langfristig könnte der Wechsel „EdeKa“, d.h. „Ende der Karriere“, bedeuten (siehe Blogbeitrag „Lehre statt Studium?!“).

Weiterbildung zahlt sich aus, nicht nur finanziell
Als Bereichsleiterin hielt ich meine Mitarbeiter an, privat in ihre Fortbildung zu investieren. Der Arbeitgeber hätte sich sogar finanziell beteiligt. Nicht immer stieß ich mit meiner Empfehlung auf offene Ohren. Freizeitaktivitäten oder die Familie schienen wichtiger zu sein. Dann kam eine Fusion und alle Positionen waren doppelt besetzt. Warum entscheidet sich der Personaler im Zweifelsfall in so einer Situation für die besser ausgebildete Person? Die Gründe sind zahlreich: Sie ist flexibler einsetzbar, arbeitet sich schneller in neue Arbeitsgebiete ein, hat gezeigt, dass sie belastbarer ist und so weiter.

Lebenslanges Lernen sichert den Arbeitsplatz
Meinen IFM-Fachwirten rede ich am ersten Tag gut zu, an die nächsten Schritte zu denken. Es dauert etwas, seinen eigenen Lernrhythmus zu finden. Aber wenn man/frau mal drin ist, sollte man dran bleiben und zum Beispiel einen Betriebswirt (IHK) draufpacken. Infomieren Sie sich über das Aufstiegs-BAföG, das unter Umständen einen Teil der Kosten deckt.

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