Karrieremessen für Jobsuche nutzen

Unverbindliches Anbandeln mit potentiellen Arbeitgebern

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Eignen sich Karrieremessen für die Jobsuche? Wie geht man/frau am geschicktesten vor? Die herCAREER besuchten über 3.000 Frauen, um sich neue Impulse für ihre Karriere zu holen.

Aussteller brauchen Erfolge
Sehen Sie den Messestand einmal aus der Sicht des Ausstellers. Für die Arbeitgeber muss sich die Investition auszahlen. Der Messestand hat seinen Preis. Die Mitarbeiter vor Ort sind angehalten, ihre Gespräche zu dokumentieren. Jede Bewerbung, die sich auf einen Messekontakt bezieht, gilt als Messe-Erfolg. Je mehr Kontakte zustande kommen, desto glücklicher ist das Unternehmen!

Unverbindliches Anbandeln
Selten ist es unkomplizierter, mit seinem Wunscharbeitgeber erste Gespräche zu führen. Sie brauchen sich nicht lange am Telefon durchzufragen. Bewerbungsfotos, Anschreiben und Lebenslauf spielen erst einmal keine Rolle. Aber Sie sollten auf ihr Äußeres achten und vorbereitet sein. Zu Not greifen Sie zum Ausstellerkatalog, der oft Basisinformationen enthält.

Wer fragt, führt
Eine Stelle in Teilzeit zu erhalten, mit diesem Ziel besuchten zwei meiner Vortragsteilnehmerinnen die herCAREER. Sie besuchten die Messestände potentiell familienfreundlicher Unternehmen. Bereitwillig erzählten die Standbetreuungen über ihre Benefits. Auf die Frage, ob sie auch qualifizierte Stellen in Teilzeit ausschrieben, erhielten sie mehrfach Absagen. Lassen Sie sich nicht blenden, stellen sie am Messestand auch unbequeme Fragen. Sie erhalten sofort ein authentisches Feedback – wenn Sie gezielt nachfragen!

Bewerben mit Visitenkarten
Als Standbetreuerin von FIM – Frauen im Management e.V. drückten mir Interessentinnen eifrig ihre Visitenkarten zu. Eine hat mich besonders beeindruckt. Auf der Vorderseite standen die Kontaktdaten. Auf der Rückseite fand sich ein kurzes Bewerbungsprofil unter dem Motto „Ich biete Ihnen als künftige Mitarbeiterin…“ Wichtig ist, hier nicht nur sein Wissen und seine Abschlüsse aufzulisten, sondern das Alleinstellungsmerkmal, den USP (unique selling proposition) herauszuarbeiten.

Verwandtes Thema: Wie Sie sich eine eigene Marke aufbauen, lesen Sie in meinem Blogbeitrag Selbstmarketing.

Nächstes Thema: Die wichtigsten Karrieretipps vom Insider (Teil I)

Die nächste herCAREER findet am 11. und 12. Oktober 2018 in München statt.